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letztes Update:
12.05.2013

. / Aktuelles / Wir sparen
Stand: 21.06.2010

"Wann und wo ist Waffenausgabe „ Diese Mini-Frage auf ”Anntenne.com" veranlasste mich, dort ebenfalls einen kurzen Beitrag einzustellen, der natürlich bereits nach einem Tag der Fülle der „neuen Informationen” zum Opfer fiel.
Egal, das eigentliche Problem ist die erkennbar fehlende Sensibilität unserer politischen Klasse, die offenbar einmal mehr ihre fehlende Verbundenheit (oder ihr Verständnis) mit breiten Teilen der Bevölkerung drastisch dokumentiert.
Man kann sich nur wundern über so viel Unsensibilität in einer so mit Zumutungen überfrachteten Situation (Milliardenhilfen für Banken und Griechenland), indem  ein für alle erkennbar einseitiges Sparpaket diktiert wird.
Das kann man nicht mit der mehrfach wiederholten Aussage kompensieren, dieses „Sparpaket” sei doch sozial ausgeglichen.
Es hilft auch nichts, dass dieses Thema schnell aus den Medien verschwindet. Der Schaden ist längst passiert!
Und fast möchte man vermuten, dass die Zahl der Nichtwähler wieder größer geworden ist.
Schlimmer: Der obige Ausspruch zeigt sehr deutlich, dass eine neue Qualität der Unzufriedenheit entstanden ist und dieser Unmut gärt weiter.
Und ach ja: Als besondere Pikanterie fällt der Blick auf diese unseligen Kürzungen bei der Familienpolitik,
ausgerechnet beschlossen durch zwei, die keine Kinder haben!

Im Folgenden der kurze Beitrag auf Antenne.


Dass gespart werden musste, ist schon viel länger klar gewesen, denn man kann nicht jahrzentelang immer mehr ausgeben, als man einnimmt.
Und als Hochverschuldeter steht man den Kapitalmärkten ähnlich gegenüber wie ein Süchtiger seinem Dealer.
Die Arroganz der Kapitalmärkte wird unsere politische Klasse auch zu spüren bekommen haben;
nun wird – nachdem man ein “Rettungspaket” aus 500 und weiteren 250 Milliarden neuen Schulden geschnürt hat – versucht, aus dieser Umklammerung herauszukommen. Eine Inflation ist europaweit bereits verordnet worden, eine Staats-Insolvenz wird als zu riskant verworfen (würde auch den Kapitalgebern des Staates ernsthaft wehtun), und so bleibt nur noch der Weg der Grausamkeiten, von denen wir seit Machiavelli wissen,
dass sie an einem Tag begangen werden müssen. Um so berechtigter stellt sich die Frage, wer hier zahlen muss.
Ganz klar: zunächst die politische Klasse selbst. Sie müsste eine Zeichen setzen (Reduzierung der Diäten, Ministergehälter etc.).
Danach die Banken, Versicherungen und Großkonzerne, weil sie nur ihre Bilanzen ändern müssten. Dann die Großverdiener (mehr als 500.000 Euro),
die den Begriff der Verantwortung nicht mehr wirklich kennen (sie unterscheiden nicht zwischen Bonus und Malus)
und danach alle überflüssigen Steuervergünstigungen.
Ganz zum Schluss sollte man anfangen das löchrige Sozialnetz einzubeziehen (dieses befindet sich in einer absoluten Schieflage, aber das ist ein Thema für sich).  
Vielleicht sind wir am Vorabend einer Revolution und wir wissen es noch gar nicht.