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letztes Update:
12.05.2013

. / Aktuelles / Seminarfach: Zwischenergebnis: „Schule und Gesellschaft”
Stand: 03.07.2011

Vorwort:

Seit einem Jahr (2009) sind 16 Schüler/innen und ich im Rahmen des Seminarfachs damit beschäftigt, grundlegende Überlegungen über notwendige Veränderungen im Bildungsbereich nachzusinnen.
Als Thema wählten wir: „Schule und Gesellschaft”
In Arbeitsgruppen wurde über Schule in der Antike, im Mittelalter und in der Neuzeit recherchiert und referiert. Zusätzlich suchten wir nach regionalen Besonderheiten und möglichen Vorbildern wie Finnland, Frankreich und Bayern, um nur einige zu nennen. Dabei ging es darum, vergleichend Vorzüge und Mängel gegebener Bildungssysteme aufzuzeigen und positive Erfahrungen auf ihre Praktikabilität hin zu prüfen.
In einem 2. Schritt haben die Schüler/innen Facharbeiten zu bestimmten Themen im Bereich der Interdependenz von Bildung und Gesellschaft erstellt, um auch den fachwissenschaftlichen Stand zu berücksichtigen und eine vertiefende Einsicht sowie ansatzweise eine gewisse Professionalität zu erlangen. Einige sind dabei in Kindergärten und Schulen gewesen, um auf weitere empirische Werte zurückgreifen zu können.
Im nunmehr 3. Teil geht es um das Erstellen einer Vision, die sich am Erstrebenswerten, an einem Ideal von Erziehung und Vermittlung von Kompetenzen orientiert. Diese Vision orientiert sich nicht am politisch Machbaren, am kümmerlichen Kompromiss aus Tradition und Ideologie und letztlich harten finanziellen  Zwängen.
Gerade die Zuweisung finanzieller Mittel zeigt die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft, welche die Herausforderungen einer globalisierten Welt ernsthaft annimmt (eine vergangenheitsorientierte Sicherung von Renten, eine gegenwartsorientierte Wahrung „wohlerworbener” Besitzstände, ein nahezu ewigkeitsorientierter Sozialtransfer und letztlich eine staatliche Schuldenpolitik, die wieder zu Lasten heranwachsender Generationen geht, sind dabei nicht nur hinderlich).
Das Kind, der Heranwachsende steht im absoluten Fokus der Betrachtung, nicht z. B. Interessen der Wirtschaft und vermeintlicher Eliten, Bedürfnisse von Erziehern oder Erwartungshaltungen der „lauten” Teile der Gesellschaft.
Wichtig ist vielleicht noch die Anmerkung: Wir sind unmittelbar Betroffene, die mit Entscheidungen leben müssen, die mehrheitlich weit entfernt getroffen werden.


Einleitende Bemerkung:

Das heutige Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland scheint den globalen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Mittelfristig werden wir technisch und wirtschaftlich von bisherigen Schwellenländern überholt werden.
Anspruch und Wirklichkeit klaffen zunehmend auseinander (vgl. Pisa-Studie).
Bereits im europäischen Vergleich sind wir nicht mehr an der Spitze vertreten (vgl. Finnland).
Insbesondere scheint auf die Migrationsproblematik politisch unzureichend reagiert worden zu sein.
Rein administrativ-strukturelle Veränderungen zum Nulltarif zeigen keineswegs eindeutig positive Auswirkungen. Auch die Verkürzung von 13 auf 12 Schuljahre ohne gleichzeitige Einführung der Ganztagsschule hat keinen qualitativ erkennbaren Vorteil erbracht.
Um dieser nicht positiven Entwicklung entgegen zu wirken, ist eine grundlegende Veränderung des Bildungssystems von Nöten. Es ist mehr als eine „Reform“ im üblichen politischen Sinne angebracht. Generelle Veränderungen sollten keinen punktuellen Reparaturcharakter, sondern fundamentalen Anspruch haben. Daher ist es sinnvoll, mit der ersten Stufe des Bildungssystems (Kindergarten/Kinderkrippe) zu beginnen. Darauf aufbauend sollen in einem kontinuierlich fortschreitenden Prozess dem Heranwachsenden alle Fertig- und Fähigkeiten vermittelt werden, die für sein späteres Leben unabdingbar sind.
Dabei kann es nicht allein um eine berufliche Qualifikation gehen, sondern um die Herausbildung einer gefestigten Persönlichkeit, die sich gesamtgesellschaftlich in ihre Rolle einbringen und die in allen Lebenslagen psychisch stabil anstehende Probleme lösen kann.


1. Herausbildung und Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen

- Verantwortung für sich und andere (Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Wertschätzung des/der Mitmenschen durch höfliche Umgangsformen) übernehmen
- Akzeptanz von Andersartigkeit (religiös, kulturell, geistig, körperlich und sexuell)
- Akzeptanz von legitimer Autorität (Eltern, Erzieher/Lehrer, Geschwisterfolge); illegitim wären z. B. die Werbung und die Medien als heimliche Erzieher insgesamt
- Förderung der Fähigkeit sich selbst zu reflektieren und konstruktive Kritik von anderen anzunehmen
-  sich üben in der Wahrnehmung des Spannungsverhältnisses zwischen Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung und eine Harmonisierung der zu  erwartenden Differenzen anzustreben
-  die für die spätere Teamfähigkeit unabdingbaren Voraussetzungen sollen frühzeitig eingeübt werden, indem man lernt, Fremdäußerung einzuschätzen und eigene Einstellungen zurückzunehmen oder an der gegebenen Stelle richtig zu positionieren, um primär sachorieniert - auch (aber nicht nur) durch
Kompromisse - zu einer gemeinsamen Lösung zu gelangen
-  Herausbildung einer autonomen Persönlichkeit (selbstkritisch, fremdkritisch), die auch fähig ist, notwendige Grenzen zu ziehen, was auch bedeutet, dass der aus der Aufklärung kommende Begriff der Toleranz eben nicht überstrapaziert werden darf
-  keine Maximierung von inhaltsleeren und zu Stereotypen verkümmerten Verhaltensweisen (z. B. das unverbindlich hingeworfene „Entschuldigung”), sondern Sicherstellung von minimal zu erwartenden Verhaltensweisen, die für ein gesellschaftliches Miteinander unabdingbar sind
(z. B. Fähigkeit zum Zuhören, respektvolles Auftreten, Verbindlichkeit von Absprachen)
-  größtmögliche Sensibilisierung für unterschiedliche Formen von Kommunikation (sprachliche und sprecherische Handlungsakte, bewusste Handhabung von Gestik, Mimik, Pantomimik und Symbolsprache) um diese als akzeptabel oder inakzeptabel einzuschätzen oder aktiv zielorientiert anwenden zu können

2. Instrumentelle und körperliche Kompetenzen

- Grob- und Feinmotorik bedürfen einer regelmäßigen und intensiven Schulung; der Kindergarten muss kompensierend wirken, denn durch die Medien werden die Kinder zur Bewegungslosigkeit angehalten
- Krankheitsbilder wie ADS und ADHS müssen medizinisch und psychologisch begleitet werden, außerdem müssen sich die Eltern regelmäßig mit anderen Fachdisziplinen (Erzieher/in, Ärzte, Psychologen usw.) austauschen
- dem Sport bzw. der Bewegung muss im Kindergarten generell eine viel höhere Bedeutung zugemessen werden, damit insbesondere die Jungen ihre Leistungsgrenze kennenlernen
- dem besonderen Bewegungsdrang der Jungen sollte auch an anderer Stelle Rechnung getragen werden, daher muss Sport bzw. Bewegung b>täglich im Kindergartenalltag integriert sein
- das Spielen im Kindergarten soll so ausgerichtet sein, dass die Kinder selbständig Handlungs- und Lösungsstrategien entwickeln, die durchaus geschlechtsspezifisch sein sollten
- am Ende der Kindergartenzeit müsste jedes Kind ganzheitlich so gefördert worden sein, dass es z. B. in der Lage sein müsste zu schwimmen, asymmetrische Bewegungen auszuführen und die Fähigkeiten des Kletterns und Schaukelns beherrscht

3. Kognitive Kompetenzen

- deutsche Sprache fließend sprechen ohne Fehler, um einen verbindlichen Mindeststandard zu sichern
- logische und ordnungstechnische Relationen erkennen, sodass Strukturen entstehen können
- räumliches Denk- und Vorstellungsvermögen so üben, sodass z. B. gängige Tests (vgl. Pisa) im Prinzip   ohne Schwierigkeiten gelöst werden
- Gedächtnistraining (möglichst ohne technische Medien), sodass Zahlenkolonnen, visuelle und akustische   Verknüpfungen überprüfbar reproduziert werden können

Entwurf:

Kindergartenpflicht und Eintrittsalter

Um unser Bild eines idealen Kindergartens umzusetzen, muss die erste Voraussetzung lauten, dass alle Kinder in jenen Prozess eingebunden werden, um von diesem zu profitieren. Daher ist es wichtig, eine flächendeckende Kindergartenpflicht zu dem Zeitpunkt der Vollendung des dritten Lebensjahres einzuführen; der Besuch des Kindergartens muss unentgeltlich sein, da insbesondere junge Eltern finanziell entlastet werden müssen. Auf Wunsch der Eltern besteht zusätzlich die Möglichkeit das Kind schon ab einem Alter von zwei Jahren in den Kindergarten zu schicken.
Hieraus entsteht der Vorteil, dass Eltern der frühere Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit ermöglicht wird und dass die Kinder eine frühzeitige Erziehung durch kompetentes Personal erfahren.
Weiterhin haben Kinder, insbesondere Einzelkinder, früher die Möglichkeit soziale Kontakte zu knüpfen und somit Sozialkompetenzen zu erlangen.
Ist das Kind einmal in den Kindergarten eingetreten, besteht eine Verpflichtung seitens der Eltern, ihrem Kind den regelmäßigen Kindergartenbesuch zu ermöglichen, damit dieses eine gewisse Kontinuität in seinem Alltag erfährt, was zu seinem Wohlbefinden beiträgt.
Mögliche Konsequenzen bei permanenter Nichteinhaltung sind die Einschaltung des Jugendamtes sowie ein Bußgeld, beispielsweise die Abgabe eines bestimmten Prozentsatzes des Lohnes. Mit diesen Maßnahmen wird das Jugendamt schon frühzeitig auf potenzielle Problemfamilien aufmerksam und hat die Möglichkeit schnell und präzise einzugreifen, bevor es zu etwaigen Eskalationen innerhalb der Familie kommen kann. Darüber hinaus entwickeln die Eltern auch ein persönliches Interesse an der Einhaltung der Kindergartenpflicht, da die Kürzung des Einkommens eine unangenehme Folge für diese darstellt.
Einem aufmerksamen Leser stellt sich nun die Frage, ob diese finanzielle Maßregelung sich nicht kontraproduktiv auf das Wohl des Kindes auswirke.

Die Antwort lautet: Nein –
Finanzierungsmöglichkeiten der Kindergärten

Diese Kürzungen kommen auf direktem Wege dem Kindergarten zu Gute, der auf die Bedürfnisse eines jeden einzelnen Kindes eingehen und es optimal fördern wird. Zunächst scheint das Bußgeld nur irgendeinem wahllosen Kind zu helfen, da aber an die Maßregelung die Beobachtung durch das Jugendamt gekoppelt ist, wird das betroffene Kind bei weiteren verantwortungslosen Handlungen in einer Pflegefamilie untergebracht, die dem Kind die Möglichkeit bietet, den Kindergarten regelmäßig aufzusuchen. Eltern, die also nicht in der Lage sind als Vorbildfunktion für ihre Kinder da zu sein, werden von dieser Verantwortung entlastet und unterstützen ihr Kind nur noch finanziell durch die Lohnkürzung.
Eltern, denen das Wohl ihres Kindes am Herzen liegt, werden ihr Kind in den Kindergarten schicken, da es dort eine Förderung erhält, die sich eine mittelständische Familie privat so nicht leisten kann, denn auch das bisherige Kindergeld wird nicht mehr den Eltern ausbezahlt, sondern geht mehrheitlich als direkter Zuschuss vom Staat an die Kindergärten und Schulen. Dadurch sind in diesem Fall die Kindergärten in der Lage, ihren Schützlingen ein gesundes warmes Mittagessen sowie ein vollwertiges Frühstück und gegebenenfalls sogar Abendessen zu bieten. Kinder sollten an eine gesunde Ernährungsweise herangeführt werden, indem sie regelmäßig die Möglichkeit haben, mit ihren Erziehern/ Erzieherinnen zu kochen und sogar selber Nahrung im Garten anzupflanzen. Zusätzlich zu den Fixkosten, die Bastelmaterialien und Anschaffung sowie Reparatur von Spielgeräten beinhalten, sind die Kindergärten in der Lage auch in neuere,  lernfördernde Technologien zu investieren sowie speziell geschultes Personal zur optimalen Förderung des Kindes zu unterhalten.
Um diese Finanzierungsmöglichkeit weiter zu unterstützen und die Förderung unserer Kinder zu einer Verpflichtung aller zu machen, haben verheiratete Paare und eingetragene Lebensgemeinschaften ohne Kinder eine Solidaritätssteuer für Kinder zu zahlen. Schließlich wollen sie ja im fortgeschrittenen Alter wie selbstverständlich aus dem Generationenvertrag „ihre” Rente beziehen und so obliegt es nun ihnen, diejenigen zu fördern, die später ihre Rente finanzieren werden.

Betreuungszeit und Austrittsalter

Der Austritt aus dem Kindergarten sollte ebenfalls individuell auf jedes Kind abgestimmt sein, wobei das Alter bei dem Verlassen des Kindergartens zwischen fünf und sieben Jahren liegen sollte. Dadurch wird ein spezifischer Eintritt in die Grundschule, gemäß dem unterschiedlichen Entwicklungsstandes des Kindes, beurteilt durch kompetentes Personal und diverse Tests, ermöglicht.
Der fließende Übergang von dem Kindergarten in die Grundschule wird noch zusätzlich von den Betreuungszeiten unterstützt, die der Unterrichtszeit ähneln. Der Kindergarten hat von montags bis freitags geöffnet. Beginn ist ein Zeitfenster zwischen 7.30-8.30 Uhr; berufstätige Eltern können so ihre Kinder schon vor Arbeitsbeginn beruhigt in die Hände des Betreuungspersonals geben und ihrer Arbeit nachgehen.
Zudem kann ein Abholdienst beansprucht werden, der z. B. von ausgewählten Zivildienstleistenden und/oder Arbeitslosen durchgeführt wird.
Der Kindergarten endet in der Regel ab 13.00 Uhr, auch hier sollte ein angemessenes Zeitfenster gegeben sein, wie auch generell solche Regelungen sich lokalen Gegebenheiten anpassen sollten. Eine Betreuung bis 18.00 Uhr sollte bei Bedarf in Anspruch genommen werden können, wodurch es Eltern ermöglicht werden würde, auch ganztags zu arbeiten.

Gruppengröße

Die Gruppengröße sollte zehn Kinder nicht überschreiten, damit eine individuelle Förderung noch möglich ist und keine Subgruppen entstehen. Dabei sollte auf ein Gleichgewicht zwischen Jungen und Mädchen geachtet werden. Das Kinder-Betreuer-Zahlenverhältnis sollte 5:1 sein und auch hier  sollte ein  
Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern herrschen, damit sowohl Mädchen als auch Jungen ein direktes Vorbild bzgl. Kommunikation, Problembewältigung, Wissenserweiterung, Verhaltensweisen, etc. haben, an dem sie sich orientieren und mit dem sie sich direkt identifizieren können.

Personal

Grundsätzlich sollte auch im Bereich des Personals ein Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen herrschen; dies muss im Zweifelsfall zeitweilig auch durch eine Quotenregelung sichergestellt werden, da das Kindswohl im Vordergrund steht und nicht die Berufswünsche potentieller Erzieher und Erzieherinnen.
Pro Gruppe sollten folglich eine männliche und eine weibliche Bezugsperson vorhanden sein, damit beide Geschlechter Rollenvorbilder und geschlechtsspezifische Ansprechpartner haben. Um ausreichendes Personal zu finden und auch Männer an das Berufsfeld heranzuführen, ist eine angemessene Bezahlung und eine Imageaufwertung von Nöten. Eine höhere Bezahlung als zum jetzigen Zeitpunkt rechtfertigt sich
durch den höheren Ausbildungsstandard und die hohe Verantwortung, die das Personal im Übrigen jetzt auch schon trägt.
Die Imageaufwertung kann zum Beispiel durch Kampagnen und Aufklärung in der Bevölkerung erfolgen, ergibt sich aber auch durch die hohe Bedeutung, die wir dem Kindergarten zumessen.
Kinder sollten allgemein, aber besonders in diesem frühen Entwicklungsstadium, keinen negativen Einflüssen ausgesetzt sein. Somit bringt der Beruf des Erziehers eine sehr hohe Verantwortung mit sich.
Entsprechend sollte die Auswahl des Personals gewissenhaft und nach genauen Kriterien erfolgen.
Bei der Auswahl sollte nicht nur Fachwissen im Vordergrund stehen, sondern hauptsächlich die charakterliche Eignung des Kandidaten. Um diese festzustellen, dienen Charaktertests und Tests, bei denen die Stressresistenz geprüft wird. Ebenso ist ein Pädophilie -Test unabdingbar.
Da aber alle Tests immer nur einen Teil der Persönlichkeit des Bewerbers unter bestimmten Bedingungen widerspiegeln, gehört auch Probearbeiten zum Auswahlprozess.
Sind diese Kriterien erfüllt, ist der Bewerber zur Ausbildung zugelassen. Diese besteht aus einem dualen Studium mit hohem Praxisanteil, welches allen Schulabschlüssen zugänglich ist. Während dieses ca. dreijährigen Studiums wird den angehenden Erziehern alles Fachwissen vermittelt, welches sie für die
optimale Kindererziehung benötigen. Dies umfasst zum Beispiel Pädagogik, Psychologie, Ethik, Elternberatung, medizin. Grundlagen, Grundkenntnisse in Ernährungsfragen etc., wobei besonders auf die Kindesentwicklung in all ihren Facetten eingegangen wird. Dazu gehören auch Geschlechterunterschiede und wie mit diesen umgegangen werden kann. Der vermittelte Stoff muss dabei regelmäßig dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand angepasst werden.
Dieses Wissen wird mit Klausuren, Projekten, Referaten etc. regelmäßig überprüft. Zu dem Studium gehören drei dreimonatige Praktika in Kindertagesstätten, Heimen und anderen Institutionen. Ist das Studium erfolgreich abgeschlossen, ist der Absolvent anerkannter Erzieher. Das erlernte Wissen wird auch in Ausübung des Berufes fortwährend durch Weiterbildung aktualisiert und vergrößert.
Zum Personal im weiteren Sinne gehören im Kindergarten auch Raumpfleger und Hausmeister.
Zudem hat jeder Kindergarten eine eigene Krankenschwester, die sich um das gesundheitliche Wohlergehen der Kinder kümmert.
Des Weiteren sind auch Gäste willkommen wie zum Beispiel Artisten, Clowns, Theater usw.

Räumlichkeiten

Um den Kindern eine weitgehend freie und individuelle Erziehung zu ermöglichen, muss ein speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Raumkonzept entwickelt werden. Dies muss sowohl den Aspekt des Wohlfühlens als auch den des spielerischen Lernens erfüllen. Auf diese Weise sollen kognitive sowie körperliche Kompetenzen gefördert werden.
Der Außenbereich sollte eine großzügige Fläche umfassen, welche mit einem Gewächshaus, einem Garten, einer Rasenfläche und weiteren Aktionsmöglichkeiten ausgestattet sein muss. Den Kindern wird somit eine notwendige Bewegungsfreiheit geboten.
Dieses Gestaltungskonzept sollte auch im Innenbereich berücksichtigt werden. Durch eine farbenfrohe und formenvielfältige Raumerschließung soll das Aufzwängen von strukturellen Vorgaben vermieden werden, um eine individuelle Entwicklung zu fördern. Ruheecken bieten Rückzugsmöglichkeiten für das einzelne Kind. Musikräume, angemessene Räume für sportliche Aktivitäten, Bällebecken, etc. fördern das spielerische Lernen. Insgesamt soll durch diese Raumkonzept die zunehmende Bewegungslosigkeit der Kinder in der heutigen medial überfrachteten Gesellschaft verhindert werden.
Andererseits muss auch - insbesondere was die Gruppenräume anbetrifft - eine Überschaubarkeit gewährleistet sein, da insbesondere kleinere Kinder auf eine begrenzte, mithin sie schützende Welt angewiesen sind. Bekanntes und Vertrautes vermitteln notwendige Sicherheit.
Den Erziehern/innen muss außerdem die Möglichkeit geboten werden, mit den Kindern in den Räumen spezielle Intelligenz fördernde Bewegungen durchführen zu können (vgl. Intelligenz fördern im Zusammenhang mit Bewegung).


Leider sind auch wir Opfer der Dominanz der finanziellen Begrenzungen geworden: Das 4. Halbjahr wurde aus Kostengründen auf eine Stunde reduziert, was folglich eine Halbierung der Stundenzahl beinhaltet. Auch mir ist es nicht gelungen, die beteiligten Schüler zu freiwilliger Mehrarbeit zu bewegen, sodass die folgenden Ausführungen nicht optimiert und gegenseitig harmonisiert sind, mithin z. T. sogar etwas widersprüchlich erscheinen müssen. Eine kleine Gruppe  hat sich bereiterklärt nach dem Abi noch etwas weiter zu machen; dies ist wichtig, um eben diese Schüler-Perspektive zu erhalten.

Schule

Über die Lehrinhalte

Um die eigenständige Entwicklung der Schüler nicht einzuschränken, ist es nötig, eine starre und absolute Struktur, so wie wir sie kennen, abzuschaffen und es somit jedem Einzelnen zu ermöglichen, seinem ganz eigenem Lehrplan mit spezifischen Lehr- und Zeiteinheiten zu folgen.
Dies würde einen höchstmöglichen Lernerfolg eines jeden auf Basis seiner eigenen Ziele ermöglichen, wobei die Anforderung an die Selbständigkeit mit zunehmendem Alter wächst. So ist z. B. die bisherige Einteilung in 45-Minuten-Schritte absolut widersinnig, da eine solche Zeiteiheit für Grundschüler zu lang und für Oberstufenschüler zu kurz ist. Sie gibt eben verwaltungtechnischen Aspekten den Vorrang, man kann überblicken, berechnen, kontrollieren, eben ein Instrument der Bürokratie.
Allerdings ist es auch die Aufgabe einer Schule, ihre Schützlinge auf den späteren Eintritt in die Arbeitswelt vorzubereiten und als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft zu integrieren. Es gilt also bestimmte Kerncurricula zu erfüllen, Richtlinien, die beim Lehren eingehalten werden müssen, um wenigstens das gleiche Grundwissen bei jedem Schüler voraussetzen zu können.
Des Weiteren denken wir, dass die Schwerpunkte des jetzigen Fächerkanons anders gesetzt und um weitere Fächer ergänzt werden sollten.
Ferner empfehlen wir einige bisher als Pflicht zu belegende Fächer nur noch als Wahlpflichtkurse anzubieten. Diese Maßnahmen erfolgen um den Lernschwerpunkt auf jeden Schüler zu individualisieren.
Fächer wie Kunst, Musik, „Darstellendes Spiel” und Werken sollten ganzjährig angeboten werden, fielen dann aber als eine Leiste in die Kategorie der Wahlpflichtkurse.
Im Gegensatz dazu sollten einige Fächer, die zur Bildung des Allgemeinwissens beitragen oder primär naturwissenschaftlich angelegt sind, bis zu einem gewissen Zeitpunkt in jedem Fall unterrichtet werden, um unverzichtbares Basiswissen, das zur Bildung der eigenen Weltanschauung beiträgt, voraussetzen zu können. Fächer auf drei Leisten aufgeteilt wären dann: Biologie, Chemie und Physik als erstes Triplett. Geschichte, Erdkunde und Politik-Wirtschaft in der zweiten Leiste dieser Art und Lebenswissenschaften, Rechtswissenschaften und Geschichtsnaturwissenschaften in Leiste 3. Diese drei Leisten würden zunächst epochal und später auf Spezialisierung ausgerichtet erteilt.
Zudem sollte  durchgängig Zeit für das Fach Ethik, eine Verfügungsstunde des Mentors und Sport bleiben. Letzteres wird in Form von Interessengemeinschaften als Pflichtbelegung drei Mal in der Woche nachmittags mit einer Fülle von verschiedenen Sportarten angeboten.
Unverzichtbar durchgängig unterrichtete Fächer mit erhöhter Stundenanzahl sollten sein: Mathematik, Deutsch und Englisch; diese Fächer sind obligatorisch. Zudem sollte jeder Schüler (zumindest angebotsmäßig) mit Hinblick auf seine EU-Bürgerschaft noch mindestens zwei weitere Fremdsprachen erlernen, die ihm wiederum aus einer großen Auswahl an verschiedenen Sprachen zur Verfügung stehen.
Das war das Grundgerüst zu unseren Fächerinhalten, nun zu den Definitionen der neu zu etablierenden Fächer.
Zu diesen zählen Ethik, Lebenswissenschaften, Rechtswissenschaften und Geschichtsnaturwissenschaften.
Das Fach Ethik definiert sich als die allumfassende und gleichwertige Kunde über die Weltreligionen sowie die Unterstützung der Schüler bei der Herausbildung ihrer eigenen Moral- und Wertvorstellungen... Fortsetzung

Lehrer-Schüler-Relation(Erweiterung/Überarbeitung folgt)

Um ein gutes Lernklima herzustellen, ist es notwenig, dass kleinere Klassen gebildet werden, um so individueller die Kinder begleiten zu können.
Eine Klassengröße von 12-15 Schülern und Schülerinnen in der Grundschule erscheint als angemessen, um so ein festes Fundament zu schaffen. Durch die geringe Schülerzahl ist es nun möglich, individueller auf die Schulkinder einzugehen und deren Lernentwicklung zu beobachten.

Besonders in den Hauptschulen ist ebenfalls eine deutlich geringere Schüleranzahl von Nöten, da diese Schüler im kognitiven Bereich viele Schwächen aufweisen. Die Kinder auf der Hauptschule sind oftmals mit sozialen Problemen (Migrationsproblematik, bildungfernes Elternhaus etc.) behaftet. Aufgrund dessen ist es wichtig, dass ein Sozialpädagoge die sozialen und emotionalen Kompetenzen der Lernenden erweitert. Der Unterricht erfolgt daher von einem Lehrer und einem Sozialpädagogen. Zusätzlich sollten noch weitere Fachdisziplinen der Hauptschule zur Verfügung stehen, damit die schwachen Schüler bzw. Schülerinnen noch weitere fachliche Unterstützung erhalten. Unterrichtsversäumnisse müssen im konkreten Einzelfall konsequent unterbunden werden; hier muss der gegebene gesetzliche Rahmen schärfer genutzt und ggf. auch erweitert werden. Der Gestzgeber spricht völlig zu Recht von einer Schulpflicht und nicht von einem beliebigen Angebot.

Die Schülerzahl bei der Realschule liegt zwischen 15-18 Schulkindern pro Klasse. So wird gewährleistet, dass die Schüler in ihrem individuellen Lerntempo begleitet werden können. Da die Realschüler/innen häufig nicht so sehr mit sozialen Problemen belastet sind, reicht es hier aus, wenn lediglich ein Sozialpädagoge für eine Klassenstufe vorhanden ist. So kann dieser nach Bedarf eingesetzt werden und den Lehrer im Unterricht unterstützen. Bei schwerwiegenden Fällen (z.B. Mobbing, Erziehungsprobleme usw.) kann ein Schulpsychologe oder eine Erziehungsberatungsstelle zu Rate gezogen werden, um dem Problem entgegenzuwirken. Generell sollten aber regionale Besonderheiten berücksichtigt werden, d. h. an sozialen Brennpunkten muss ein anderer personeller Maßstab gelten, um nicht Ghettos entstehen zu lassen.

An den Gymnasien ist gute Bildungsarbeit mit 18-20 Schülern/innen pro Klasse möglich. Auch hier soll ein Sozialpädagoge eingesetzt werden können, falls interne Probleme in einer Klasse vorliegen. Gleiches gilt auch für den Schulpsychologen, da auch an Gymnasien das Mobbing weit verbreitet ist.

Die Inklusion betrifft alle drei Schulformen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) gleichermaßen, deshalb ist es sinnvoll eine größere Anzahl von Fachdisziplinen (Psychologen, Sozialarbeiter, Logopäden usw.) in den Schulen bereitzustellen. So ist sichergestellt, dass man den Bedürfnissen jedes einzelnen Schulkindes besonders den Behinderten gerecht wird.
Lehrerkompetenzen

Kompetenzen

Auch die Kompetenzen der Lehrer müssen genauer behandelt werden und haben einen hohen Stellenwert in dem neu erarbeiteten Konzept.
Es müssen Grundkompetenzen für Lehrer gelten, die alle Schulformen betreffen. Wichtig ist, dass alle Lehrer besondere soziale Kompetenzen mitbringen, um Kinder bzw. Jugendliche fach- und altersgerecht zu unterrichten. Jeder Lehrer bzw. Lehrerin muss zudem über umfassende psychologische und pädagogische Fähigkeiten verfügen, um die Schüler bzw. Schülerin bei Problemen in alltäglichen sowie in schulischen Bereichen kompetent zu begleiten. Der gesellschaftliche Wandel spiegelt sich im Anforderungsbild für Lehrer wider; andererseit müssen diese an anderer Stelle entlastet werden.
Um dies zu gewährleisten ist es von Nöten, dass die Lehrkräfte regelmäßig Fortbildungen besuchen und den Unterricht in Bezug auf die Lernmethoden kreativ und modern zu gestalten. In einem gut strukturierten Unterricht ist es notwendig, dass der Lehrer bzw. die Lehrerin  Ruhe und Geduld gegenüber den Schülern ausstrahlt und das Wissen leicht verständlich und gut nachvollziehbar vermittelt wird. Das allein setzt schon ein besonderes Persönlichkeitsprofil voraus; eine Auswahl der Besten muss vorliegen, eine gleichzeitige Imageaufwertung und größere Entscheidungskompetenz ist zugleich erforderlich.
Diese Kompetenzen müssen auf alle drei Schulformen zutreffen. Jedoch müssen noch einzelne Schwerpunkte gesetzte werden, um jeder Schulform gerecht zu werden.
In der Hauptschule sollte besonders ein gewisses Durchsetzungsvermögen in Verbindung mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein vorhanden sein. Auch sollten die Lehrkräfte über besondere sozialpädagogische Kenntnisse verfügen, um sich in die Situation der Schüler und Schülerinnen besser hineinversetzen zu können um so eine optimale Hilfe darzustellen.
Praktische und technische Fähigkeiten sind unverzichtbar, denn besonders in der Hauptschule werden diese Fähigkeiten verstärkt vermittelt.
Betrachtet man die Realschule, sind hier neben praktischen Kompetenzen auch stärker fachliche von Nöten. Zwar werden die Schüler und Schülerinnen auch hier sehr auf einen Beruf mit überwiegend praktischen Aufgaben vorbereitet, jedoch nimmt die Vermittlung fachlicher Kenntnisse auch einen großen Stellenwert ein.
Als Lehrer oder Lehrerin auf einem Gymnasium nehmen die angesprochenen fachlichen Kompetenzen den größten Raum ein und müssen entsprechend besonders ausgeprägt sein und gut vermittelt werden können. In dieser Schulform wird der praktische Unterricht nahezu vollständig durch Theorie ersetzt, dadurch erscheint diese Anforderung unausweichlich. Sie muss zugleich einhergehen mit weitergehenden Freiheiten des Oberstufenlehrers, die bisherige Gängelung durch sog. Kerncurricula und Erlasse ist demotivierend und stellt die Pädagogen unter ein Kuratel der Bürokratie, behandelt Lehrer gleichsam wie Schüler.
Abschließend lässt sich also sagen, dass der ideale Lehrer die allgemein pädagogisch gültigen Werte beherrschen muss, gleichzeitig aber auch auf sein jeweiliges Berufsfeld, bezogen auf die Schulform, spezialisiert sein sollte, um eine ideale Vorbereitung und Betreuung der Schüler und Schülerinnen auf die Zukunft gewährleisten zu können.
        ©  Pia, Gesine, Bui Anh und David
Schulzeiten

Die Zeit muss so organisiert werden, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen der SchülerInnen in den unterschiedlichen Altersgruppen gerecht werden.
Jüngere Schüler sollen kürzere Unterrichtseinheiten erhalten, da ihre Konzentration über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend ist und ergänzend dazu, müssen längere Pausen ermöglicht werden, die gerade dem Bewegungsdrang der Jungen entgegenkommt.
Ältere SchülerInnen bekommen längere Unterrichtseinheiten und kürzere Pausen, da es ihnen möglich ist, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Beispielsweise können die aktuellen Unterrichtszeiten von 45 Minuten auf eine volle Stunde von 60 Minuten erhöht werden.
Unterrichtsinhalte können durch diese Verlängerung individuell gestaltet und zugleich auch ausgiebiger behandelt werden. Der Unterrichtsstoff wird darüber hinaus intensiver behandelt

Räumlichkeit

Grundsätzlich müssen natürlich für jede Klasse und jeden Kurs genügend (Fach-) Räumlichkeiten vorhanden sein.
Die Architektur und Inneneinrichtung muss an die Schüler angepasst sein, statt an maximal einfache Reinigung der Räume. Insgesamt sollen die Raumkonstruktionen variieren und sich von den derzeitigen starren und eckigen Formen lösen.
Die Räume sollen zudem in verschiedenen Fachrichtungen eingeteilt und passend ausgestattet werden. Wichtig ist zum Beispiel auch, dass in jedem Raum Zugriffsmöglichkeiten auf lexikales Wissen bestehen, damit man auch im Unterricht durch fachspezifische Literatur unbeantwortete Fragen klären kann.
Bei der Konstruktion der Gebäude bzw. Räume muss eine maximale Geräuschdämmung im Vordergrund stehen, damit so ein ruhigeres und entspannteres Umfeld ermöglicht wird.
Auch eine intelligente Belüftung, d.h. jederzeit angemessene Temperaturen und ein ausreichender Sauerstoffgehalt der Luft gehören zu einem guten Raumkonzept.
Des Weiteren sind eine freundliche  und punktuell maximale Beleuchtung, idealerweise mit Tageslicht, von Nöten, um ein optimales Lernklima und eine warme Lernatmosphäre zu schaffen.
Die Räumlichkeiten sollen insgesamt großzügig und farbenfroh gestaltet werden, denn eine angenehme und harmonische Farbgebung sorgt für ein ebenso harmonisches Gruppengefühl. Dabei soll sie durch warme Farben wie helles Orange oder Gelb für eine freundliche Lernatmosphäre sorgen und lassen den Raum zusätzlich optisch größer erscheinen.
Die Außenanlage muss großflächig gestaltet werden, welche sich beispielsweise aus einem Garten, einem Gewächshaus, einem kleinen Teich und einem Klettergerüst zusammensetzt. Diese sollen einerseits als Ruhepole fungieren und andererseits den Bewegungsdrang der SchülerInnen decken. Darüber hinaus ermöglicht die Anlage ihnen mehr Nähe zur Natur.

Finanzierung

Wie immer ist die Finanzierung von notwendigen Visionen das größte Handicap und zugleich auch eine Art Totschlagargument der sogenannten Realisten. An dieser Stelle ist es natürlich nicht möglich, einen detaillierten Finanzierungsplan zu erarbeiten, da schon allein die steuertechnischen Fragen kaum überschaubar sind. Dennoch ist es notwendig und auch möglich, auf gegebene und erforderliche Prioritäten zu blicken. Eine Gesellschaft, die in die Zukunft investieren muss, kann nicht zugleich in die Vergangenheit investieren, da vorhandene Mittel nicht mehrfach ausgegeben werden können. Wenn man erkennt, dass die Zukunft eines Staates, insbesondere eines Staates, der mit wenig natürlichen  Ressourcen ausgestattet ist, abhängig ist von der Bildung, Ausbildung und dem Wissen als Gut seiner Bürger, dann ist die Schlussfolgerung, dass dem Bereich der Bildung absolute Priorität zugeschrieben werden muss. Ganz abgesehen davon, dass eine „moderne“  Demokratie ganz erheblich auf einen angemessenen Bildungsstand seiner Bürger zwingend angewiesen ist; es sei denn, man möchte nur eine Scheindemokratie, die von einer kleinen Elite beherrscht wird.

Bei sachlicher Betrachtung der demografischen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland erscheint zunächst eine Kürzung der Rentenbezüge unvermeidlich, zumindest solange der sog. „Generationenvertrag” Gültigkeit hat. Dies muss natürlich sozial verträglich erfolgen, das heißt, dass primär sehr hohe Bezüge und sekundär mittlere Bezüge reduziert werden sollten, während kleinere Renten unangetastet bleiben müssen.

Ein wesentlicher Faktor der Mittelbegrenzung seitens der Politik liegt - neben den gesetzlich festgelegten Verbindlichkeiten, insbesondere im sog. sozialen Bereich - in der zwingenden Bedienung von vorhandenen staatlichen Schulden (Zinsen und temporäre Tilgung). Daraus folgt, dass auf allen staatlichen Ebenen vorhandene Schulden rasch und sehr konsequent zurückgeführt werden müssen, damit die freiwerdenden Mittel dem Bildungsbereich zugeführt werden können. Wenn sich die Zustände der bisherigen Schuldenpolitik nicht alsbald verändern, wird sich die Problematik (Unbeweglichkeit im Haushalt, da fast alle Ausgaben bereits weitgehend gesetzlich festgeschrieben sind) immer weiter verschärfen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem auch die Bundesrepublik seitens der Kapitalmärkte als nicht mehr kreditwürdig angesehen wird.

Alles, was jetzt nicht in die Bildung, sprich in die Zukunft, investiert wird, muss letztlich später gesamtgesellschaftlich anders bezahlt werden. Die Ausgaben gehen an Gefängnisse, Richter, Juristen, Sozialarbeiter, Therapeuten, Arbeitsämter und Head-Hunter für qualifizierte Arbeiter aus dem Ausland und weitere restaurative Ausgaben. Deshalb ist es auch notwendig, den Fokus darauf zu richten, an welcher Stelle weitere Einsparungen im staatlich konsumtiven Bereich vorgenommen werden könnten (z. B. längst überholte steuerliche Vergünstigungen für gesellschaftliche Teilgruppen).
Zur Verbesserung der Einnahmeseite ist ebenfalls die Einführung einer zeitweiligen Bildungssteuer sinnvoll, die primär die Superreichen und die Reichen betrifft. Zeitweilig erscheint auch eine generelle Steuererhöhung vertretbar zu sein, zum Beispiel um die staatlichen Schulden schneller abzutragen. Hiervon ausgenommen müssen die sein, die Kinder haben, da sie ja auch einen unvergleichlich höheren Beitrag zum Gemeinwesen leisten bzw. geleistet haben. Und das bezieht sich nicht nur auf finanzielle Fragen!

Die bisherige Gruppe der Hartz IV-Empfänger (allein der Begriff ist schon unpassend) muss neu kategorisiert werden. Die alte Unterscheidung von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern war prinzipiell völlig richtig. Gesellschaftliche Zuwendungen (egal wie sie heißen) müssen viel stärker an eine konkrete gesellschaftliche Gegenleistung der Empfänger gebunden sein. Eine einseitige Zuteilung von „Almosen” hat auch sehr viel mit persönlicher Entwürdigung der Betroffenen zu tun.
Auf der anderen Seite werden Arbeitende ohne sich dagegen wehren zu können in die finanzielle Pflicht genommen, sodass man für Arbeit gleichsam bestraft wird. Der Begriff „sozial” muss daher völlig neu definiert werden. Ganz grundsätzlich ist es unverzichtbar, die Gesamtzahl der Unterstützung Beziehenden schärfer zu begrenzen, sodass die freiwerdenden Mittel der Bildung zugeführt werden können.


Eine weitere Einnahmequelle könnte eine Umkehrung der Beweisführung bei kriminellen Vereinigungen sein, deren Besitz konfisziert wird, sofern sie die Legalität ihrer Mittel nicht nachweisen können. Zum Verständnis: Nicht der Staat muss dem sagen wir mal „Mafiosi” eine Straftat nachweisen, sondern dieser muss die Redlichkeit seiner „Einnahmen” belegen können.
Letztlich lassen sich sicher noch weitere Möglichkeiten der Mittelverlagerung finden; entscheidend ist die Einsicht in die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels.  
Fraglos dürfte es schwieriger sein, eine eher an langfristigen Zielen orientierte Politik durchzusetzen, als gerade mächtigen Interessengruppen gefällig zu sein; die Tatsache, dass gerade Kinder und Jugendliche keine finanzstarke Lobby hinter sich haben, bedeutet ja nicht, das als richtig und notwendig Erkannte nicht weiter einzufordern. Ohne Visionen verbleibt alles nur eine unharmonische Landschaft, die im Kleinkrieg der kurzfristigen Interessen verharrt.