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letztes Update:
12.05.2013

. / .Informatik / Geschichte
Stand: 19.05.2007

In alter, in vergangener Zeit gab es an der Liebfrauenschule eine PC-AG.
Aus dieser Zeit stammen noch einige digitale Rudimente.


PC-AG DER LIEBFRAUENSCHULE im Februar 2003

Mein Rechner läuft nicht

Was tun?

• Überprüfe, ob das Stromkabel angeschlossen ist.

• Überprüfe, ob die Steckdose überhaupt stromführend ist, indem du ein anderes elektrisches Haushaltsgerät anschließt.

• Überprüfe, ob der Lüfter am Netzteil läuft, indem du den Rechner umdrehst und fühlst, ob der Ventilator läuft.
Wenn nicht, könnte einfach das Netzteil defekt sein (Austausch des Netzteiles: etwa 60,- DM).

• Überprüfe, ob die Grafikkarte (VGA-Karte) in ihrem Steckplatz richtig sitzt (wenn nicht, erfolgen ein kurzer und drei
lange Pieptöne aus dem PC-Lautsprecher). Die Grafikkarte ist die Karte, die mit dem Monitor verbunden ist, also musst
du den Tower aufschrauben, natürlich erst nach Herausziehen des Stromkabels (Profis lassen den Stecker drin wegen
der Erdung, für dich ist es aber sicherer ohne; zur Verringerung der elektrostatischen Aufladung fasse kurz eine
geerdete Verbindung an, z. B. einen Heizkörper). Aktuelle Tower (nicht älter als 2 Jahre) besitzen zumeist zwei
unabhängig voneinander abnehmbare Seitenteile, sodass der Aufwand gering ist.
Natürlich muss auch das andere Ende der Verbindung überprüft werden: Ist der Monitor angeschaltet und ist das
Monitorkabel richtig mit der VGA-Karte verbunden? Häufig ist es nur schlampig gesteckt und nicht korrekt verschraubt.

• Sitzt der Arbeitsspeicher richtig? Ein oder zwei riegelförmige, mit schwarzen Kästchen an der Seite behaftete
elektronische Bauteile - ca. 3 cm hoch und 13 cm lang -, die vollständig in einer entsprechenden Versenkung stecken
müssen; dies ist der Fall, wenn der Arbeitsspeicher waagerecht zur Führung verläuft. Abweichungen deuten auf einen
unkorrekten Sitz hin.
Ein eindeutiges Anzeichen dafür sind mehrere lange Pieptöne
(sofern der PC-Lautsprecher funktioniert); ein einmaliges Herausnehmen und wieder Einsetzen behebt in der Regel den
Fehler (sofern der Arbeitsspeicher nicht defekt ist).

• Sollte der Lüfter auf dem Prozessorkühler nicht laufen, so ist (den PC dafür kurz einschalten) zu vermuten, dass der
Prozessor zu heiß geworden ist (natürlich unter der Bedingung, dass die übrigen elektrischen Geräte - prüfe z. B.,
ob die Festplatte summt - mit Strom versorgt sind).
Intel - Prozessoren haben einen Hitzeschutz und schalten sich bei Überhitzung automatisch ab. Sobald der Lüfter wieder
läuft (lässt sich im Zweifelsfall leicht austauschen, ca. 30,- €), sollte alles in Ordnung sein. Bei bisherigen
AMD-Prozessoren ist leider von einem Hitzetod auszugehen (dafür sind sie auch wesentlich günstiger).

• Sollten alle elektrischen Geräte laufen (überprüfe zum Beispiel, ob das CD-Rom-Laufwerk seinen Schacht öffnet),
könnte es sein, dass das Mainboard seinen Geist aufgegeben hat. Hier eine Fehlersuche
zu starten ist ziemlich sinnlos; die elektronischen Bauteile sind zu empfindlich; hier bräuchte man außerdem sehr
feinfühlige Messinstrumente und fach-frauliches Detailwissen. Eine PC-Werkstatt würde in diesem Fall solche
Komponenten auch nur austauschen.

• Zeigt sich ein anfängliches Bild auf dem Monitor, d. h. die VGA-Karte sendet ein Signal, so hat der Boot-Vorgang
(der Rechner fährt hoch) begonnen. Aber auch dabei sind zahlreiche Fehlerquellen denkbar. Bei etwas älteren
Rechnern stoppt der Boot-Vorgang sofort, wenn die Tastatur nicht angeschlossen ist. Sollten bei der Tastatur oder auch
der Maus irgendwelche Fehlermeldungen auftreten, so sind zunächst die Steckverbindungen zu überprüfen, andernfalls
sollte der Austausch von Maus und/oder Tastatur vorgenommen werden, um auszuschließen, dass die Geräte selbst
diese Fehlermeldungen verursachen. Durch ständigen Wechsel der Standards gibt es mittlerweile unterschiedliche
Anschlussarten: Aktuell sind USB - Anschlüsse; üblich sind noch sog. PS2-Anschlüsse oder als älteste Variante über
unterschiedliche Adapter Anschlüsse an einen seriellen Port oder Din-Norm; hier hilft im Zweifelsfalle eigentlich nur
Ausprobieren. Sollte ein solcher serieller Anschluss COM1 oder COM2 auf dem Board defekt sein, wird die Sache
kompliziert. Dann sollten Fachleute zu Rate gezogen werden.

• Fehlermeldung beim Diskettenlaufwerk: Notation: FDD-fail. Sollte das Diskettenlaufwerk vorher einwandfrei gelaufen
sein, ist vermutlich nur das Strom- oder signalkabel vom Board gelöst. Ein Überprüfen des richtigen Sitzes sollte den Fehler
beheben. Solltest du das Signalkabel vorher schon mal umgesteckt haben, so besteht die Möglichkeit, dass es falsch
herum gesteckt wurde (Laufwerk leuchtet permanent).
Zur Orientierung: Diese Signalkabel haben an einem Ende eine durchgehende rote Markierung, diese muss in fast allen
Fällen (gibt aber auch unsinnige Ausnahmen: z. B. Diskettenlaufwerke der Fa. Teak) zum Stromkabel zeigen (gilt mit
vereinzelten Ausnahmen auch für alle übrigen Geräte). Abgesehen von der Möglichkeit, dass auch ein Diskettenlaufwerk
irgendwann seine Funktion aufgibt, sollte zur Überprüfung natürlich eine einwandfreie, bootfähige Diskette im Schacht
sein.

• Zur Festplatte: Notation: HDD-fail:
a) Fehler-Code 40: Stromversorgung nicht gegeben, Signalleitung besteht: Man muss die Stromversorgung überprüfen.
b) Fehler-Code 80: Festplatte hat nicht näher definierten Fehler: Fehlerbeseitigung:

1. Du gehst ins Rechner - Bios (während des Bootvorganges in der Regel die Del- oder F1-Taste gedrückt halten - auf
dem Startbildschirm unten links entsprechender Anweisung folgen. Im Bios-Menü per Pfeiltasten auf den Abschnitt
HDD AUTO DETECTION gehen; den weiteren Anweisungen folgen, zur Kontrolle ins STANDARD CMOS SETUP gehen
und prüfen, ob unter Primary Master Zahlenangaben vorliegen. Mit Esc wieder zurück auf SAVE & EXIT, Enter,
und nun mit der Z-Taste (amerikanische Tastatur!) quittieren.)

2. Festplatte könnte falsch gejumpert (Jumper sind kleine „pins”, die durch abnehmbare Steckbrücken Stromkreise
schließen oder trennen) sein; sie sollte generell auf Master gejumpert werden (überprüfe die Jumperbelegung auf der
Festplatte; die Jumper sind hier übrigens sehr klein; die möglichen Jumperanordnungen sind in der Regel auf der
Festplatte angegeben), zumal dann, wenn die Festplatte alleine am Signalkabel hängt. Ist ein weiteres Gerät am
selben Kabel angeschlossen, so muss dieses Gerät auf Slave gejumpert sein. Es gilt immer für eine Kabelverbindung:
Master plus Slave ist korrekt, Master plus Master oder Slave plus Slave sind falsch.

3. Sollte die Fehlermeldung: Kein System, Datenfehler auftauchen, sind vielleicht „nur” die Systemdateien zerstört
oder der Bootvorgang ist standardmäßig auf Diskettenlaufwerk eingestellt und im Laufwerk steckt eine nicht
bootfähige Diskette. Sollten die Systemdateien defekt sein, hilft die Übertragung der Systemdateien von einer
bootfähigen Systemdiskette. Hier wird zunächst per Diskette gebootet (wir gehen davon aus, dass der Rechner
standardmäßig konfiguriert ist = A ist primäres Bootlaufwerk), sodass jetzt mit dem Befehl SYS C: die
Systemdateien auf die Festplatte übertragen werden (natürlich kann man nicht mit einer Windows-95-Startdiskette
Windows-98 wiederbeleben und auch nicht umgekehrt).

4. Möglich ist natürlich leider auch, dass ein Bootsektor-Virus sich eingenistet hat, dann sollte
zunächst mit einem aktuellen Anti-Viren-Programm von Diskette aus versucht werden, die Viren zu killen. Sollte das
nicht den gewünschten Erfolg bringen (dazu gehört auch der erneute Versuch, die Systemdateien zu übertragen),
dann wird eine Neuformatierung nicht vermeidbar sein (glücklich, wer immer rechtzeitig seine Dateien gesichert hat.
Um ganz sicher zu sein, sollte mit dem Befehl fdisk (vgl. den Handzettel „Festplatte”) die Festplatte völlig neu
eingerichtet und das Betriebssystem sowie die gesamten Programme neu installiert werden.
Dieser Weg ist allemal sinnvoller als alle zeitraubenden Versuche, ein bestehendes irreparabel geschädigtes
Betriebssystem zu rekonfigurieren: sprich: wiederzubeleben. Außerdem: Bei jeder Installation über ein bereits
bestehendes System werden auch alte Fehler restauriert, Dateileichen konserviert und Systemfehler durch
Doppelexistenz gleicher/ähnlicher Treiber provoziert.
Zum Trost: Alle gängige Software ist zum Teil millionenfach kopiert und kann rasch neu installiert werden, nur
deine eigenen Dateien nicht, deshalb ist eine ständige Sicherung ein MUSS und dann ist eine Neuinstallation
auch keine Katastrophe mehr, sondern eine Art erfrischende Reinigung.

Ansonsten stehen wir - das Ulfen-Technikerinnen-Team - dir natürlich am Montag in der siebten und achten
Stunde im Informatik-Raum zur Verfügung.


ANBEI EINIGE ANMERKUNGEN ZUM KAUF EINES PC

Weshalb keinen PC von der Stange?

- Individuelle Bedürfnisse finden keine Berücksichtigung
- Qualität der einzelnen Baugruppen ist sehr unterschiedlich
- Zum Teil spezielle Produkte in Minderausstattung, die nur für dieses Angebot gefertigt
wurden
- Nur sichtbare Bestandteile, bzw. mehrheitlich bekannte Größen sind von eher guter
Qualität
- Einsparungen erfolgen nur in den nicht sichtbaren Bestandteilen ( z.B. Grafik- und
Soundchip on - Board), zwei kleinere Arbeitsspeicher unbekannter Hersteller, welche die
Bänke bereits ausfüllen und mit Mühe die Mindestspezifikation erreichen; kaum
Aufrüstmöglichkeiten; billige Boards mit wenig Steckplätzen
- Überflüssige Komponenten werden mitgeliefert, die man eigentlich gar nicht benötigt (z. B.
Modem), wenn ISDN- bzw. TDSL- Anschluss vorhanden ist
- Konfiguration äußerst schlecht, veraltete Treiber, aufwändiger bei Reklamationen etc.

Weshalb keinen Fertig PC vom Händler?

- enthält häufig Bestandteile, die in großen Mengen als Ladenhüter eingekauft worden sind
- das gerade Vorhandene muss verkauft werden
- große Manipulationsmöglichkeiten seitens des Händlers, weil man ihm viel Sachkompetenz
zubilligt (zubilligen muss)

Weshalb nicht selber zusammenbauen?

- Risiko, einzelne Teile zu beschädigen (Problem der Reklamation)
- Zeitfaktor / Erfahrungen / Kenntnisse
- Zentraler Aspekt: Problem der Garantie und Risiko, ob einzelne Bauteile wirklich
miteinander harmonieren
Für Bastler natürlich ein reizvolles Hobby :-)

Beste Möglichkeit:

- nach Beratung durch unterschiedliche Sachkundige (sie sollten keinen persönlichen
materiellen Vorteil davon haben) ein auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmter PC,
bei dem sehr konkret die einzelnen Bauteile spezifiziert werden; diese Liste wird
verschiedenen Händlern gegeben, mit der Bitte, um einen Kostenvoranschlag

Vorschlag für November 2002:

- Tower: optimale Größe Midi-Tower; Luxus-Klasse: Lian-Li" aus Aluminium mit 350 Watt
Netzteil; preiswerterere Tower sollten zumindest ein 300 WATT Netzteil haben
- Empfehlung: mittleres Preissegment mit eingebauten Zusatzlüftern

Entscheidung für Prozessor :

1. Intelprozessor
Pro :
- als Markführer sind die Softwarehersteller an Intel orientiert
- läuft sehr stabil, da für die übrigen Systemkomponenten seitens Intels enge
Spezifikationen vorliegen
- schaltet bei hohen Temperaturen automatisch ab
Contra:
- kein gutes Preis - Leistungsverhältnis : Als Marktführer nutzt Intel seine
Monopolstellung und verlangt astronomische Preise für seine Spitzenprodukte ( zur Zeit
stellt Intel bei den Desktopprozessoren mit den 3,1 GHz P4 die schnellsten verfügbaren
CPU ´s her )
- rascher Wechsel im Design ( Chipsätze und Sockel wechseln sehr schnell) ,daher geringer
Werterhalt bei Aufrüstungen
- spezieller Speicher erforderlich; um die Geschwindigkeit des P4 voll zu nutzen, ist teurer
Rambus- Speicher erforderlich ( DDR-RAM bremst P4 aus )
- entsprechende Boards für P4 sind naturgemäß teurer

2. AMD-Prozessor
Pro:
- sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- die Plattform, der Sockel A, besteht schon seit einigen Jahren
- breites Angebot an Mainboards, da mittlerweile alle Hersteller solche Boards im Angebot
haben
- AMD ist sehr kulant (entgegenkommend) im Service-Fall
Contra:
- da nicht so enge Spezifikationen bestehen, gibt es auch eine Reihe von Billig-Mainboards
auf dem Markt, die nicht sehr stabil laufen
- Prozessor schaltet bei Überhitzung nicht ab, bei Ausfall der Kühlung sehr hohes Risiko des
Total-Ausfalls; einzelne Boards können sich selber abschalten, aber es bleibt fraglich, ob
die Zeit ausreicht
3. Andere Prozessoren,
wie z. B. von Cyrix / Via fristen nur ein Nischendasein wie z. B. für
Notebooks mit extrem langen Laufzeiten.

Folgerung: Zur Zeit ist für Desk-Top-PC\\\\\\\\\\\\\\\'s eine AMD-CPU die erste Wahl, da zudem die Mainboards und der
Arbeitsspeicher günstiger sind; auch bei Ausfall einer AMD-CPU ist eine Ersatzbeschaffung vertretbar. Geeignete
Mainboards wären z. B. von Asus oder Epox, entweder den
verbreitet vorhandenen Via-Chip-Satz oder den noch schnelleren von nVidia.
Wichtig für die Auswahl des Arbeitsspeichers: Nur Markenware wie z. B. Infineon, Kingston oder Corsair als PC 333
sollte Verwendung finden.

Kühlung :
Gerade für AMD-Prozessoren ist eine gute Kühlung besonders wichtig.
a) Luftkühler : der Kühlkörper sollte zumindest einen Kupferkern haben, wenn nicht sogar ganz aus Kupfer bestehen.
Entsprechende Lüftermodelle sind abhängig von der Geräuschkulisse, die sie produzieren. Es muss nicht das teuerste
und beste Modell sein, auch in preislich erschwinglichen Regionen gibt es gute Kühler ( aktuelle Vergleichtests wären
z.B. auf www.tomshardware.de zu finden).Man sollte auch darauf bestehen, dass statt der Wärmeleitpads eine gute
Wärmeleitpaste verwendet wird.
b) Wasserkühler : die zur Zeit beste Kühlmethode, aber aufgrund des hohen Preises und gewisser baulicher Probleme
bei kleineren Towern nur für Freaks zu empfehlen. ( für den finanziellen Aufwand, der hier geleistet wird, kann man
einen wesentlich schnelleren Prozessor kaufen). Sinnvoll vielleicht als Alternative für Geräuschempfindliche, eine gut
eingelaufene Wasserkühlung ist praktisch lautlos.

Grafik :
Hier ist zunächst zu bedenken, für welchen Zweck der Rechner in erster Linie gebraucht wird. Es gibt günstige
Grafikkarten ab 50 €, die was 2-D-Anwendungen anbetrifft für die meisten Anwendungen völlig ausreichen.
Von professionellen CAD-Anwendungen und grafischen Darstellungen, die 3-D-Software einsetzen, sind es im Grunde
genommen nur die Spiele, die hier besondere Anforderungen stellen; hier
können ohne weiteres über 500 € ausgegeben werden z.B. für Atis oder nVidias Spitzenprodukte. Die günstigste
Spielekarte, die im Preis-Leistungs-Verhältnis optimal platziert ist, ist zur Zeit die Ti 4200 von Sparkle als Pure-Version
( nur bei Alternate für 149 Euro ); ebenfalls eine gute Empfehlung ist die Ati 7500 pro.

Festplatten :
Ideal sind 2 physikalisch getrennte Festplatten, für den Anfang muss auch eine reichen, wobei SCSI-Festplatten für
den Normalanwender unnötig sind (nur sinnvoll im Server-Betrieb). Zu empfehlen sind U100/133-Festplatten von
mindestens 80 GB und 7200 Umdrehungen pro Minute. Unter diesen Bedingungen sind abweichende
Leistungsdaten unterschiedlicher Hersteller eher als marginal zu bewerten.